Manches Mal
Was ist Heimat?
Ist es manches Mal ein Gefühl oder ein Ort? Ein Gefühl, der Zugehörigkeit, zu einem bestimmten Menschen?
Zu Menschen, die, die dich in ihre Mitte nehmen? Mit denen du sein kannst, wie du bist und zwar: verletzlich, verzweifelt, ehrlich und offen?
Die, die dich nicht ausschließen, weder aus ihrer Mitte, noch aus ihren Häusern und Herzen!
Zu Hause ist mehr noch: es ist deine Seele, mit der du weiterziehst.
Manches Mal ist sie eine Pessimistin, manches Mal ist sie eine Realistin, doch träumen tut sie auch.
Da steht sie auf der Bühne und lebt sich aus. Manchmal ist sie eine Lady, aber öfter noch ein Mädchen.
Manches Mal kann sie der Anker sein, manches Mal ist sie ein Ort und eine Insel, zu der wir gemeinsam einkehren.
Manchmal will sie bereichernd sein und mehr noch: selbst bereichert werden.
Manchmal denkt sie, sollte sie demütig sein?
Manchen werden Grenzen aufgezeigt, manches Mal werden diese eingerissen und überquert. Ohne Angst vor Verlusten.
Manches Mal will sie fragen: wer ist da noch?
Manches Mal fragt sie sich: finden wir uns noch?
Sind wir überladen worden von den eigenen Gefühlen? Ganz häufig fragt sie sich: erklärst Du dich zu oft und hast du es nicht auch mal satt?
Manches Mal will sie fragen, hast du das auch gemerkt, du wirkst gehetzt?
Oft will sie sagen, ich versteh dich ganz, auch ohne dein Erklären.
Häufig will sie rausschreien, dass du und das alles nicht zu ihr und auch nicht (zueinander) passt. Manches Mal fragt sie dich: sind dein Kopf und dein Herz auch so voll wie meins?
Häufig fragt sie mich, ist das die Norm oder wie geht es voran?
Manches Mal möchte sie sagen, LASS! Häufig will sie etwas teilen und stoppt dann (doch)
Oft will sie hören, es ist alles gut zwischen uns. Manches Mal fragt sie mich, wie fühlst du?
Oft fragt sie mich, erinnerst du dich noch?
Manches Mal will sie sagen, wie sehr ihr sie verletzt habt, was sie gesehen, und über Energien wahrgenommen hat. Oft will sie wissen, ob du das absichtlich machst, und ob du manches Mal auch vergessen und verziehen hast?
Mit jeder nur kleinstmöglichen Chance wird ihre und meine Endlichkeit immer deutlicher, sie kommt immer näher
Manches Mal hört sie niemand, manches Mal fletschen Zähne, fallen Körper und Seelen werden zerstört!
Manches Mal, wenn die Spirale der Gedanken weiterspinnt, und fragt: was kann sie noch tun?
Willst du ihr Anker sein? Eine Insel, zu der ihr gemeinsam einkehren könnt, die euch vor allen anderen schützt? Kannst du sie akzeptieren, mit ihren Fehlern, Ängsten und Nöten? Ihre Gefühle kochen über wandeln sich in Tränen, die nicht mehr aufzuhalten sind.
Grenzen, Gefühle, Hindernisse, Schutzwände, alle sind sie weg!
Sie war immer schon da
Die Luft hatte Gewicht. Sie lag schwer im Raum und blockierte ihre Brust.
Zwischen den unausgesprochenen Worten, in Blicken, die sie übergingen, als wäre sie nicht da. Als gehöre sie nicht dazu. Dann folgte der Versuch, die Atmung zu kontrollieren, sich zusammenzuhalten, die Blicke und Stimme auszubalancieren.
Es gelang ihr nicht, sie konnte schwer starke Gefühle verbergen. Sie hat es satt, sich wieder anzupassen an eine Gruppe, die nicht zu ihr passt, die sie ausgrenzt. So fühlt es sich an – und immer wieder hat es sich so angefühlt in ihrem Leben. Übergangen worden zu sein. Ein schlimmes Gefühl, was nicht zu beschreiben ist in dem Moment. Im außen wirkt es leise, doch innen brodelt die Wut. Sie kocht über- was tust du jetzt? Und dann trifft es sie, wie der Schlag ins Gesicht: Das hier bist nicht du!
Schon lange bewegte sich etwas in ihr, und jetzt wurde es unvermeidbar klar: Sie hörte auf, sich zu beweisen, sie legte den Irrglauben ab, dass sie immer mehr machen, und noch mehr kämpfen muss. Sie wollte lebenslang Wertschätzung erfahren, doch immer von den falschen Personen.
Sie war nicht zu viel, sondern unter falschen Leuten. Sie wurde geschätzt, selbst als sie es als Kind nicht greifen konnte. Sie hatte Bestätigung erhalten, sehr oft im Leben, als sie nicht selbst darum bat.
Eines Tages unverhofft und beim Schwelgen in Erinnerungen, teilte jemand mit ihr, dass man sich in der Jugend immer von ihr gesehen fühlte. Sie war die Einzige, die damals verstand und zuhörte.
Sie wusste es damals nicht: dass sie etwas hat bewegt mit ihrer Art, als sie so war, wie Gott sie schuf.
Sie war präsent und von einer positiven Aura umgeben.
Jemand anderes sagte einmal:
„Du hast ein reines Herz.“
Sie wusste nicht, ob es ein Kompliment war oder eine Verantwortung.
Vielleicht ist ein reines Herz, kein Herz ohne Narben.
Vielleicht ist es eines, das trotz allem empfangen kann, sich verletzlich zeigt und gleichzeitig vorsichtig bleibt.
Immer wieder wünschte sie sich jemanden an ihrer Seite, war sie nun selbst der Anker für Freunde. Das ist ein erfreuliches Gefühl und so wichtig, in der heutigen Zeit - wo das Digitale übermannt, wo online vieles verblasst, nicht?
Ihr Weg
Sie hat gespürt, dass sie hier nicht mehr bleiben kann. Sie hat alte Muster und Orte hinter sich gelassen.
Auf dem Weg erkannte sie, dass sie ihre eigenen Grenzen ziehen und sich neu definieren muss. Sie hat lange schon gewusst, dass sie woanders hingehören muss. Die Veränderung kam, als sie ihr Herze öffnete, als sie auf ihre innere Stimme hörte und sich traute, den nächsten Schritt zu gehen – mit der Überzeugung, dass sie sich weiterentwickeln darf.
Es ging lange nicht mehr um den physischen Ort, sondern vielmehr um ihre Haltung im Inneren.
Ihre durchs Leben entwickelte Stärke, die umhüllt war von Sanftheit und der Sehnsucht, endlich anzukommen.
Wir finden uns.
Zwei Herzen, die tief lieben, auch wenn sie immer wieder geprüft worden sind. Sie gehen ehrlich mit ihren Gefühlen um. Sie erlauben sich, verletzlich zu sein.
Zwei Pilger –auf einer Reise. Die lange Suche nach Frieden, Respekt, nach Wahrheit und nach aufrichtiger Liebe - von Herzen.
Sie sehnen sich nach einem Zuhause, das nicht nur aus Mauern besteht, sondern aus echten Seelen. Sie sehnen sich nach einer Familie, die aus Respekt und Wertschätzung heraus entsteht.
Sie sehen die Familie und das Heim als einem Hafen, in dem die verletzen Herzen endlich Ruhe und Frieden finden. Sie wollen angenommen werden. sein.